Soziales International

Heutige Massendemonstrationen zeichnen sich durch einen „Schlachtruf“ aus, der keine konkrete, sachliche Forderung beinhaltet, beispielsweise „Querdenker“, „Friday for Future“ oder „Frauenstreik“. Jeder der Teilnehmer kann dadurch sein persönliches Anliegen in das Thema hinein interpretieren und in der Anonymität auf die „Pauke hauen“, in der Annahme, seine Bedürfnisse würden Beachtung finden.

Es scheint ein Zeichen der Zeit zu sein, dass alles was nicht den persönlichen Empfindungen oder Vorstellungen entspricht, zwingend von „Anderen“ geändert werden soll. Angefangen bei der Zweierbeziehung über formelle oder informelle Personengruppen bis hin zur Beziehung zwischen Volk und Regierung. Interessanterweise ist dieses aufmüpfige Verhalten in der Wirtschaft kaum festzustellen. Man fügt sich den Anordnungen des Chefs, weil negative Folgen wie keine Beförderung, keine Lohnanpassungen oder gar die Kündigung befürchtet werden müssen. Sollte sich unsere Regierung gleichermassen Respekt verschaffen und dadurch Ruhe im Land erwirken, wie es beispielsweise in China praktiziert wird? Dort wird das loyale Verhalten der Bürger mancherorts elektronisch erfasst. Aufgrund der gewonnenen Informationen werden „artige“ Bürger mit Vorteilen im persönlichen Leben belohnt.

Grossdemonstrationen erbringen niemals den erwünschten Nutzen, denn keine verantwortliche Person fühlt sich direkt angesprochen und zu Handlungen gedrängt. Auch ist die erwünschte Handlung durch die Meinungsvielfalt der Beteiligten unklar. Grossdemonstrationen mit einer Vielzahl von Interessengruppen und einem nicht aussagekräftigen „Schlachtruf“ sind daher nicht zielführend. Häufig werden derartige Demonstrationen dazu benutzt, eine persönliche, allgemeine Unzufriedenheit emotional zu „entladen“. Wer demgegenüber konkret etwas erwirken will, engagiert sich wirkungsvoller bei kleinere Aktionen mit klaren an eine Person, Institution oder an ein Gremium gerichtete Forderungen.

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